In unserer schnelllebigen Gesellschaft wurden in den letzten Jahrzehnten oftmals besonders zwei Kriterien an eine Mahlzeit gestellt: Möglich günstig sollte sie sein und nicht zu viel kostbare Zeit in Anspruch nehmen. Übergewicht und zu hohe Cholesterinwerte sind nur zwei der unangenehmen Folgen dieser Fast-Food-Mentalität.
Das gemeinsame Essen fällt aus
Immer weniger Familien trafen sich überhaupt noch zum gemeinsamen Essen am Mittagstisch, was vor fünfzig Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Heute gehen oft beide Elternteile gleichberechtigt arbeiten, zum einen, weil Frauen endlich aus der Rolle der ewigen Hausfrau ausbrechen wollten, zum anderen aber auch, weil die Lebenshaltungskosten hoch und der Arbeitsmarkt unsicher sind. Die Berufstätigkeit beider Eltern hatte zur Folge, dass oft keiner der beiden wirklich Zeit hatte, morgens in Ruhe mit den Kindern zu frühstücken. Und auch ein gemeinsames Abendessen, bei dem jedes Familienmitglied etwas über seinen Tag berichten kann, kam immer mehr aus der Mode. So aß dann jeder was er wollte, wann er wollte und das oft nebenbei, anstatt sich in Ruhe für sein Essen Zeit zu nehmen.
Neue Essgewohnheiten – andere Lebensmittel
Doch eine Trendwende und ein ganz neues Bewusstsein für Ernährung und Lebensmittel zeichnen sich ab. Immer mehr Menschen merkten, dass der schnelle, fetthaltige Snack unbekannter Herkunft sie eher krank als glücklich machte. Sie fingen an zu fragen: Was ist überhaupt in meinem Burger enthalten? Woher kommt das Fleisch? Und brauche ich überhaupt eine fleischhaltige Ernährung, um gesund zu leben? Plötzlich interessierten sich die Menschen für Produkte aus biologischer Landwirtschaft und immer mehr änderten sogar ihre Essgewohnheiten radikal, indem sie sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung entschieden. Genmanipulierte Produkte, von deren Existenz vorher kaum einer wusste, konnten durch natürliche und unveränderte Produkte ersetzt werden. Durch dieses neue Bewusstsein nehmen Lebensmittel nun immer häufiger wieder einen höheren Stellenwert in unserem täglichen Leben ein.
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